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Themenbeitrag von Personalvorstand Andreas Unger: Digitale Zeit – welche Herausforderungen sind für Führungskräfte relevant?

An dem aktuellen Top-Thema "Digitalisierung" führt kein Weg mehr vorbei. Der digitale Fortschritt, die technologischen Entwicklungen und die damit verbundene unabdingbare Zusammenarbeit von Mensch und Maschine verändern die Welt, insbesondere Themen wie Personalführung & -entwicklung.

Nachfolgend einige Fragestellungen/Feststellungen, die bei weitem keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben.

Was meint Digitalisierung?

Die Digitalisierung beschreibt zunächst die Transformation von analogen in digitale Strukturen. Dies beinhaltet z. B. die Umwandlung und Bereitstellung von Informationen und die digitale Kommunikation bzw. Vernetzung, sowohl zwischen Menschen als auch zwischen Geräten. Schon heute sind über 20 Milliarden Geräte und Maschinen über das Internet vernetzt – bis 2030 werden es rund eine halbe Billion sein (https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/digitalisierung.html). Hieraus ergeben sich zahlreiche Chancen und Möglichkeiten für Wachstum und Wohlstand. Allerdings beinhaltet dieser Wandel auch Herausforderungen, die besonders im Mittelstand für einen besonderen Förder- und Beratungsbedarf sorgen.

Rückblick

Denken wir gute 150 Jahre zurück: die 3. Phase der Industrialisierung; weite Teile der Bevölkerung waren für die Anforderungen nicht gerüstet. Es musste Wissen vermittelt werden, weil eine Vielzahl von Erfindungen (z.B. chemische Industrie, vom Eisen zum Stahl, Metallurgie, industrielle Nutzung der Elektrizität, erste Automobilkonstruktionen) als Motor der Industrialisierung zum Tragen kamen.  Themen wie Personalentwicklungsmaßnahmen gab es noch nicht.

Die Menschen wussten nicht, wohin das noch führen würde. Arbeitsplätze konnten nicht vorhergesehen werden und die damit verbundenen benötigten Qualifikationen auch nicht. Trotzdem gab es keinen Stillstand, weil die handelnden Führungskräfte sich diesen Herausforderungen stellten und Anpassungsqualifikationen vornahmen. Wir können feststellen, dass dies in weiten Teilen funktioniert hat.

Darüber hinaus handelt es sich hierbei um ganz normale Herausforderungen, denen sich sowohl Führungskräfte als auch „Personaler“ zu unterschiedlichen Zeiten schon immer stellen mussten. Also sollten wir uns vor den Konsequenzen der Digitalisierung nicht fürchten und die Herausforderungen mit Optimismus angehen.

 Die digitale Zeitenwende ist längst da – Was hat das mit Führung zu tun?

  • Künftige Arbeitskräfte müssen/sollten "IT-affin" sein.
    Bereits in den Grundschulen wird mit digitaler Technik gearbeitet.
  • Wie sehen die „Jobs“ von morgen und übermorgen aus?
    Mit Sicherheit lässt sich keine Prognose erstellen; aber körperliche Arbeit wird wohl eher von Robotern übernommen.
  • Haben wir genug Phantasie, um uns schon heute darauf vorzubereiten?
    „Think Tanks“ beschäftigen sich mit diesen Themen. Führung sollte sich mit Strategien und deren Konsequenzen permanent beschäftigen.
  • Müssen künftige Mitarbeiter belastungsfähiger sein?
    Sie sollten auf eine gute Balance zwischen Arbeit und Erholung setzen, weil unser Kopf durch permanente Erreichbarkeit immer weniger Ruhepausen bekommt. Die Führung muss hier besonders verantwortungsvoll handeln.
  • Worauf sollte Führung künftig achten?
    Wertschätzung ist eine wichtige Eigenschaft, die Führung künftig noch ernster nehmen muss. Da Flexibilität eine der wesentlichen Voraussetzungen im Anforderungsprofil der Arbeitskräfte darstellen wird, wächst die Wechselbereitschaft. Arbeitskräfte werden nicht alles mit sich machen lassen.
  • Gibt es neue Anforderungsprofile?
    Ja, weil „Jobs“ entstehen, die es heute noch nicht gibt.

Vorbeschriebene Gedanken lassen sich natürlich reichlich erweitern und laden Führungskräfte und „Personaler“ zum Gedankenfliegen ein.